4. September 2018

Website für Fotografen erstellen

Für die meisten Berufsgruppen gelten relativ ähnliche Anforderungen an eine eigene Website, künstlerische Tätigkeiten tanzen dabei aber etwas aus der Reihe. Insbesondere Fotografen müssen zwangsläufig Bilder ins Zentrum ihres Internetauftritts stellen, schließlich stellen diese auch den Mittelpunkt ihres Schaffens dar. Meist passiert das sowieso automatisch, weil generell kaum jemand (von Journalisten und Autoren abgesehen) eine besondere Vorliebe für das geschriebene Wort hegt. Allerdings sollten auch Fotografen den Textanteil ihrer Website nicht vernachlässigen. Insbesondere mit Blick auf die Sichtbarkeit in Suchmaschinen (sprich: Wie gut finden potenzielle Kunden die Website bei Google & Co?) sind vernünftige Beschreibungen und/oder Erklärungen der Bilder mindestens ebenso relevant wie die Fotos selbst.

Zwar fällt es den meisten Menschen schwer, Texte zu verfassen, aber oft reicht es schon, eine kleine Hintergrundgeschichte zum Foto zu erzählen – bei Fotos einer Hochzeit kann man zum Beispiel die Location nennen. Oder man präsentiert Landschaftsaufnahmen und beschreibt, warum diese Art von Motiv so faszinierend ist. Ebenso kann man die speziellen Herausforderungen bei Portraits oder in der Sportfotografie erklären oder worauf es bei architektonischen Aufnahmen ankommt. Dazu ist es natürlich immer hilfreich, den Ort der Aufnahme zu erwähnen, um entsprechende Suchanfragen (Stichwort(e) + Stadt) zu bedienen.

Fotos verwalten – komfortabel mit Content Management System

Aber zurück zu den Fotos, die schließlich den zentralen Fixpunkt der Website und den Anfang allen Contents darstellen. Schließlich kann man davon ausgehen, dass ein Fotograf zunächst das Bildmaterial für seine Website auswählt, bevor er sich Gedanken um die passenden Begleittexte macht. Zudem dürften die Bilder auch wesentlich häufiger ergänzt oder ausgetauscht werden als die oft gefühlt mühsam erarbeiteten schriftlichen Inhalte. Das ist auf Basis eines Content Management Systems natürlich einfacher und komfortabler als in statischen HTML-Seiten. Wie so oft liegt deshalb die Wahl von WordPress nahe, insbesondere für Fotografen gilt das umso mehr. Schließlich sollen die Arbeitsproben ja auch vernünftig präsentiert werden und das geht mit WordPress im Allgemeinen besser als mit den Alternativen. Der Grund ist das Plugin-Verzeichnis von WordPress, das inzwischen eine Menge Erweiterungen zu bieten hat, mit denen sich ansprechende Galerien erstellen lassen.

Prinzipiell genügt ja sogar schon die integrierte Galerie-Funktion, um Bilder in die Website einzubinden, oft wird aber auch noch ein hübscher Effekt wie z.B. die gern genutzte Lightbox gewünscht. Die ist zwar bei Mobilgeräten manchmal eher störend, aber das ist letztlich auch eine Geschmacksfrage. Wer damit gut zurecht kommt und deshalb zur Präsentation seiner Fotos nutzen möchte, könnte/sollte sich zu diesem Zweck das Plugin „WordPress Gallery Plugin – NextGEN Gallery“ ansehen. Es ist aktuell in weit über einer Million WordPress-Installationen zu finden, was schon darauf schließen lässt, dass man damit recht gut aufgestellt ist. In den meisten Fällen dürfte sogar die schon relativ umfangreiche kostenlose Basis-Version vollkommen ausreichen.

Vielfältige Galerie-Optionen dank Erweiterungen

Bei Bedarf kann man allerdings auch mit einer kostenpflichtigen Variante zusätzliche Features gegen eine jährliche Gebühr dazukaufen. Dabei kann man zwischen dem „NextGEN Plus Bundle“ für 79 US-Dollar/Jahr und dem „NextGEN Pro Bundle“ für 99 US-Dollar/Jahr wählen. Wer zusätzlich noch auf Fotografie ausgelegte Themes wünscht, kann auch das „Themes + Plugins Bundle“ für 139 US-Dollar/Jahr buchen. Bei langfristigem Gebrauch bietet sich dann allerdings der „Lifetime Access“ für 299 US-Dollar/Jahr an – das Paket beinhaltet das komplette Angebot inklusive Support bei dieser einen, einmalig zu zahlenden Gebühr. Vieles davon geht allerdings auch schon über die bloße Präsentation von Fotos als Referenzen hinaus, insofern sollte man sich die Liste der Features gut ansehen und überlegen, ob man einzelne Aspekte davon nicht auch mit anderen Plugins umsetzen kann. Dazu genügt es oft, die entsprechenden Features ins Suchfeld des Plugin-Verzeichnisses einzugeben.