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(Hoffentlich) Interessantes aus der Welt des Web Developments.

Gutenberg 5.5: Der nächste Schritt zum Page Builder

Mit der aktuellen Version 5.5 des Block-Editors wird dessen Funktionsumfang um weitere Optionen ergänzt, die an gern genutzte Elemente der großen Page Builder erinnern. Vor allem drei neue Features dürften auf breite Zustimmung stoßen.

Die wohl interessanteste Neuerung ist der Block „Gruppe“ bzw. „Group“. Ursprünglich als „Section“ eingeführt, wurde die Bezeichnung wegen des ebenfalls so genannten HTML5-Elements geändert. Die Funktion ist allerdings im Wesentlichen dieselbe. In beiden Fällen wird ein Bereich geschaffen, innerhalb dessen Grenzen weitere Elemente positioniert werden. Die Neuerung für WordPress besteht dabei vor allem darin, dass die gesamte Gruppe eine eigene Hintergrundfarbe erhalten und sich somit vom restlichen Inhalt abheben kann. Das ist zum Beispiel sehr effektiv, um Infoboxen hervorzuheben. Selbstverständlich handelt es sich bei diesem neuen Element noch um eine relativ rudimentäre Variante, die aber für die meisten Webseiten völlig ausreichen dürfte und definitiv noch Schritt für Schritt weiterentwickelt wird.

Verbesserungen für „Medien und Text“-Block

Genau das ist beim „Medien und Text“-Block bereits geschehen, hier gibt es gleich zwei neue Gestaltungsmöglichkeiten. Zum einen kann der Text nun vertikal zentriert bzw. am oberen bzw. unteren Rand ausgerichtet werden. Zum anderen ist es nun möglich, das nebenstehende Bild vollflächig anzuzeigen. Da es dabei vermutlich unweigerlich beschnitten wird, lässt sich der gewünschte Bildausschnitt stufenlos auswählen. Wie das konkret aussieht, wird auf Github demonstriert. Eine vollständige Liste der Ergänzungen und Verbesserungen der neuen Version ist im Änderungsprotokoll des Gutenberg-Plugins zu finden.

Schlagwörter in WordPress sinnvoll einsetzen

Für Blogs und Websites hat sich WordPress als primäres Content Management System etabliert. Das liegt unter anderem an der simplen Handhabung, mit der relativ einfach und schnell neue Posts veröffentlicht werden können. Der vermeintlich völlig intuitive Umgang mit der Software führt allerdings auch dazu, dass einige Optionen nicht wie vorgesehen genutzt werden. Das betrifft vor allem die Möglichkeit, Schlagwörter (bzw. Tags) zu nutzen.

Inhalt

  1. Wofür sind Schlagwörter da?
  2. Grundlegende Regeln für Schlagwörter
  3. Schlagwörter und SEO

Wofür sind Schlagwörter da?

Immer wieder fällt mir auf, dass die Beiträge WordPress-Installationen in Hinblick auf die Schlagwörter vor allem in zwei Gruppen fallen: Entweder es gibt überhaupt keine oder sie werden mehr oder weniger willkürlich vergeben. Nicht selten sind die für Kategorien verwendeten Begriffe auch gleich noch einmal als Schlagwort angelegt. Ein wirklich durchdachtes Konzept für Schlagwörter scheint daher nur sehr selten zu existieren und eine konkrete Vorstellung ihres Zweckes haben offenbar nur sehr wenige Nutzer. Dabei ist die Antwort ziemlich simpel: Grundsätzlich sind Schlagwörter für die feine Struktur einer Website bzw. eines Blogs gedacht, während Kategorien die grobe Einteilung übernehmen.

Diese Struktur orientiert sich immer am übergeordneten Ansatz der Website. Am Beispiel einer Rezept-Sammlung sind gängige Kategorien z.B. „Salate“, „Suppen“, „Pasta“ oder „Desserts“. Innerhalb dieser Kategorien können Einträge dann noch mit Schlagwörtern ergänzt werden, die z.B. die Zutaten umfassen. Schließlich könnten beispielsweise „Tomaten“ sowohl für Salate als auch Suppen und Pasta verwendet werden. Wer hingegen auf der Website beispielsweise ausschließlich verschiedene Apfelsorten und nur sekundär ihre „Nutzungsmöglichkeiten“ für Rezepte vorstellen möchte, wird vermutlich eher die einzelnen Sorten (bzw. ihre Oberbegriffe „Alte Äpfel“, „Tafeläpfel“, „Lageräpfel“, etc.) als Kategorie anlegen und zusätzlich Schlagwörter wie „Kuchen“, „Salat“ oder „Kompott“ verwenden.

Grundlegende Regeln für Schlagwörter

Grundsätzlich sollte man bei der Verwendung von Schlagwörtern das generell für WordPress geltende Motto „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ beachten. Ursprünglich bezieht sich dieser Tipp auf den Einsatz von Plugins, die in zu großer Zahl erstens kaum praktikabel sind und zweitens das gesamte System unnötigerweise belasten können. Auf Schlagwörter lässt sich der Ansatz aber ebenfalls übertragen. Dabei sollten folgende beiden Grundsätze gelten:

1. Passende Schlagwörter verwenden
In einem Rezept für Tomatensalat sind Schlagwörter wie „Tomate“, „Salz“, „Pfeffer“ und „Basilikum“ angebracht, nicht aber „Banane“ oder „Rindfleisch“ – es sei denn, sie werden aus irgendeinem Grund ebenfalls als Zutat verwendet. Auch auf doppelte (z.B. „Tomaten“, „Salz und Pfeffer“), zu allgemeine („Gewürze“, „Kräuter“) oder zu detaillierte („rote Tomaten“, „gelbe Tomaten“, „Cherry-Tomaten“) Schlagwörter sollte man in der Regel eher verzichten.

2. Keine unspezifischen Schlagwörter verwenden
Auch wenn ein Tomatensalat lecker ist, sollte man diese Eigenschaft nicht als Schlagwort vergeben. Dasselbe gilt für andere Adjektive, die prinzipiell auf alle oder die meisten anderen Inhalte der Website zutreffen könnten. Auch Schlagwörter wie „Gabel“ oder „Schüssel“ sind unangebracht, obwohl sie natürlich zum Verzehr von Tomatensalat genutzt werden. Ebenso wenig muss man alle Vitamine aufzählen, die in Tomaten enthalten sind – es sei denn, Vitamine stellen einen zentralen Faktor im Gesamtkonzept der Website dar.

Als grober Richtwert gelten allgemein übrigens zwischen fünf und 15 Schlagwörter pro Post, wobei natürlich Inhalt und Länge des Beitrags ausschlaggebend für die Anzahl sind. Längere und umfangreiche Posts bringen in der Regel mehr Informationen mit, die zu deutlich mehr Schlagwörtern passen als ein kurzer Beitrag zu einem eng umrissenen Thema. In dem Fall wäre eine lange Liste unspezifischer Tags nicht unbedingt hilfreich.

Schlagwörter und SEO

Schließlich legt WordPress für alle Schlagwörter automatisch eigene Archive an, die in den meisten Fällen aber lediglich die Posts anzeigen, denen das jeweilige Schlagwort zugeordnet wurde. Das ist für den Benutzer nicht unbedingt zielführend, wenn er dadurch auf Artikeln landet, die maximal am Rande zu seinem Anliegen passen. Zudem ist das Ergebnis auch unter SEO-Aspekten nicht besonders positiv. Im ungünstigen Fall gibt es Archive mit völlig gleichen Inhalten unter verschiedenen URLs. Daher ignoriert z.B. Google inzwischen zumindest einen großen Teil dieser automatisch generierten Archive, die keinerlei zusätzliche Inhalte aufweisen.

Es ist also durchaus sinnvoll, sich auf möglichst wenige Schlagwörter zu beschränken und darauf zu achten, nicht etwa sehr ähnliche Varianten und/oder zu detaillierte Schlagwörter wie „Tomate“, „Tomaten“, „Tomatenmark“ und „Tomatensaft“ anzulegen. Dabei hilft WordPress übrigens auch mit, da beim Eingeben von Schlagwörtern bereits bestehende Einträge vorgeschlagen werden. Darauf sollte man nach Möglichkeit zurückgreifen, insbesondere, wenn neue Schlagwörter mit hoher Wahrscheinlichkeit nur einmal oder zumindest sehr selten zum Einsatz kommen. Das Ziel sollte es sein, den Besuchern im zugehörigen Archiv möglichst viele passende Posts anzubieten – und nicht pro Post möglichst viele Archive. Daher kann es auch nicht schaden, jeweils einen Beschreibungstext zu den Schlagwörtern zu verfassen, der auf der ersten Archiv-Seite angezeigt wird.

Unique statt duplicate content

Das führt dann in der Regel auch dazu, dass Google diese Unterseite doch nicht ignoriert – neben weiterführenden Links zu den Posts liefert das Archiv an sich ja schon „unique content“. So kann man positiv aus der Masse hervorstechen, denn diesen Mehraufwand scheuen viele Betreiber einer Website bzw. machen sich überhaupt erst gar keine Gedanken zur Verwendung von Schlagwörtern. Das äußert sich dann in langen Listen willkürlicher Tags, die teilweise doppelt und dreifach auftreten. Teilweise ist das auch noch darauf zurückzuführen, dass es früher weitverbreitete Praxis war, Seiten mit möglichst vielen Stichwörtern aufzublähen, um möglichst viele Suchanfragen abzudecken. Inzwischen ist diese Taktik allerdings schon lange kein Faktor mehr für eine gute Platzierung in den Suchergebnissen – ganz im Gegenteil.

Baukasten-Systeme für Websites können individuelles Webdesign (noch) nicht ersetzen

Wer Webdesigner nach der Konkurrenz durch Baukasten-Systeme fragt, wird kaum auf lobende Worte stoßen. Wer sieht es schon gern, wenn die potenziellen Kunden lieber selbst aktiv werden, als einen Auftrag für eine individuelle Website zu platzieren. Darüber hinaus gibt es auch abseits ökonomischer Interessen durchaus gute Gründe, Baukasten-Systeme kritisch zu betrachten. Das soll aber nicht heißen, dass diese Option grundsätzlich zu verteufeln ist. Der Rahmen eines sinnvollen Einsatzes ist allerdings relativ eng gesteckt.

Inhalt

  1. Was ist ein Baukasten-System für Websites?
  2. Was kostet die Nutzung eines Baukasten-Systems?
    1. Was kostet die Alternative in Form einer selbst gehosteten Website?
  3. Was sind die Vorteile von Baukasten-Systemen?
  4. Wie gut ist die Benutzerfreundlichkeit/Usability von Baukasten-Systemen im Vergleich zu einem CMS?
  5. Abhängigkeiten beim Einsatz von Baukasten-Systemen
  6. Welche Design-Vorlagen gibt es in Baukasten-Systemen?
  7. Wie gut sind Baukasten-Systeme für SEO geeignet?
    1. Ohne Content keine Website
  8. Fazit zum Einsatz von Baukasten-Systemen

Was ist ein Baukasten-System für Websites?

Ein Baukasten-System für Websites ermöglicht den unkomplizierten Aufbau einer eigenen Online-Präsenz mithilfe von verschiedenen Modulen. Das Prinzip ist zum Beispiel vergleichbar mit dem berühmten Kleiderschrank des großen schwedischen Möbelhauses. Aus einer Vielzahl diverser Bauteile wie Türen, Stangen und Schubladen lässt sich ein den individuellen Bedürfnissen angepasstes Gesamtkonstrukt zusammenstellen. Dafür muss man aber nicht über fortgeschrittene Kenntnisse im Schreiner-Handwerk oder ganz allgemein in der Holzverarbeitung verfügen. So verhält es sich auch bei Baukasten-Systemen. Wie beim Mobiliar wählt man passende Module und setzt sie mit wenigen Handgriffen zusammen. Dafür braucht man keine Kenntnisse in HTML, CSS oder PHP. Klingt hervorragend, hat allerdings auch seine Schattenseiten. Aber der Reihe nach …

Was kostet die Nutzung eines Baukasten-Systems?

Mittlerweile sind diverse Baukasten-Systeme auf dem Markt, die teilweise auch kostenlos genutzt werden können. In der Regel trifft das auf insgesamt relativ simple Systeme oder Angebote mit einem begrenzten Funktionsumfang zu. Das äußert sich zum Beispiel in einem verhältnismäßig niedrigen Seitenlimit oder geringen Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung. Einige Angebote finanzieren ihren gebührenfreien (oder zumindest sehr günstigen) Service über die Einbindung von Werbebannern. Für professionelle Websites ist das ein absolutes Ausschlusskriterium, sofern sie nicht ohnehin Werbeanzeigen als natürlichen Bestandteil aufweisen.
Teilweise gelten auch für einen bestimmten Zeitraum (etwa das erste Jahr der Nutzung) stark reduzierte Tarife, die sich dann im Anschluss deutlich erhöhen. Im Mittel liegen die monatlichen Kosten deutschsprachiger Angebote bei ca. 10 Euro, wobei eventuell benötigte Zusatzfunktionen in der Regel mit weiteren Gebühren im Abo-Modell verbunden sind.

Was kostet die Alternative in Form einer selbst gehosteten Website?

Reine Hosting-Pakete kosten bei guten Anbietern ca. fünf bis sechs Euro pro Monat. Wer dort eine statische HTML-Seite oder ein Content Management System wie WordPress nutzt, muss keine weiteren Gebühren einplanen. Lediglich bei umfangreichen Websites mit besonderen Funktionen (z.B. einem Online-Shop) oder Premium-Themes/-Plugins können je nach System zusätzliche Kosten für Erweiterungen anfallen. In den meisten Fällen bewegt man sich dann allerdings in aller Regel auch schon oberhalb der Möglichkeiten von Baukasten-Systemen – diese stellen dann folglich keine Alternative mehr dar.

An dieser Stelle wichtig: Einige Anbieter von Baukasten-Systemen bieten ebenfalls reine Hosting-Pakete an, die in der Preisstruktur ähnlich gestaltet sind (günstige „Testphase“, anschließend überdurchschnittlich hohe Gebühren). Empfehlenswert ist dann also die Wahl eines spezialisierten Hosting-Anbieters, der für sein Baukasten-System keine flächendeckende TV-Werbung betreibt …
Ebenso sollten Tarife und Preise über das jeweils nebenstehende Sternchen auf deutliche Unterschiede hinsichtlich der Vertragsdauer überprüft werden. Zudem kann es nicht schaden, regelmäßig (z.B. jährlich) die aktuellen Hosting-Tarife des Anbieters auf Veränderungen zu prüfen. Einige (große) Anbieter variieren relativ häufig ihre Pakete, sodass Bestandskunden mit automatischer Verlängerung nicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis erreichen.

Was sind die Vorteile von Baukasten-Systemen?

Gegenüber selbst gehosteten Websites auf Basis eines Content Management Systems muss ein Baukasten-System zunächst einmal nicht installiert werden. Auch Kenntnisse in CSS, HTML oder PHP sind wie oben erwähnt nicht notwendig (wenngleich manchmal durchaus hilfreich). Zudem sind Updates und größere Umstrukturierungen bei Baukasten-Systemen unüblich. Das ist bei selbst gehosteten Systemen wie WordPress anders, hier fallen regelmäßig Aktualisierungen an – bei zusätzlich installierten Erweiterungen natürlich umso mehr.

Derartige Ergänzungen (die meist von Dritten programmiert werden) sind bei Baukasten-Systemen normalerweise nicht vorhanden. Das sorgt nicht nur für weniger Updates, sondern eliminiert auch das Risiko etwaiger Inkompatibilitäten und Sicherheitslücken. Ansonsten sind die vermeintlichen Vorteile der Baukasten-Systeme durchaus auch in CMS à la WordPress ganz normaler Standard – das gilt u.a. für die Benutzeroberfläche.

Wie gut ist die Benutzerfreundlichkeit/Usability von Baukasten-Systemen im Vergleich zu einem CMS?

Homepage-Baukästen sind vergleichsweise simpel gestrickt und haben deshalb den vermeintlichen Vorteil, dass quasi jeder damit eine Website erstellen kann. Das stimmt allerdings nicht ganz, ein gewisses Grundverständnis von der Arbeit mit einem PC sollte schon vorhanden sein. Wenn Sie schon einmal eine der TV-Werbungen für einen der Baukästen gesehen haben, bekommen Sie schon ein ungefähres Gefühl dafür, was Sie ggf. erwartet. Anders gesagt: Wenn Sie nicht in der Lage sind, eine Bilddatei per Drag and Drop an der Stelle eines Platzhalters hochzuladen oder Sie Probleme bei der Entscheidungsfindung für Ihre E-Mail-Adresse haben, verzichten Sie lieber auf Experimente und suchen Sie sich direkt professionelle Unterstützung für Ihr Projekt (oder noch besser: Arbeiten sich grundlegend in die Thematik ein). Das ist allerdings schon ein ziemlich extremes Beispiel.

Die Handhabung der Benutzeroberfläche ist für einigermaßen computeraffine Anwender in der Tat relativ simpel. Dennoch unterscheiden sich die konkreten Vorstellungen der Anwender oft vom tatsächlichen Ergebnis, obwohl die investierte Zeit ebenso häufig deutlich über den Erwartungen liegt. Wer dann professionelle Unterstützung sucht, sollte lieber gleich zur selbst gehosteten Alternative auf Basis eines Content Management Systems wie WordPress wechseln. Meist sind die Kosten für eine Website, die problemlos mit einem Baukasten-System umgesetzt werden kann, auch bei einer selbst gehosteten Alternative auf CMS-Basis nicht allzu hoch. Für „Selbstmacher“ sind dann „Framework-Themes“ (wie Avada, Divi, Enfold, etc.) eine gute Grundlage.

Im Prinzip sind diese Frameworks nichts anderes als überdurchschnittlich gute Baukasten-Systeme, die maximale Individualität ermöglichen. So lassen sich bei Bedarf auch Anpassungen in Eigenregie problemlos ohne großes Hintergrundwissen durchführen. Die Page-Builder der beliebten Framework-Themes und sogar der 2019 standardmäßig in WordPress implementierte Gutenberg-Editor mit seinem Block-System sind gut dafür geeignet. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen kaum von den intuitiven Oberflächen der Baukasten-Systeme. Allerdings bieten sie bei Bedarf weitaus größere Möglichkeiten bei der Erstellung seiner Seiten und sind nicht an relativ starre Templates gebunden. Sogar die Anpassungen für mobile Geräte sind hier weitaus flexibler möglich als bei den Website-Baukästen – obwohl diese sogar offensiv damit werben, dass ihre Designs für mobile Geräte geeignet sind. Das ist allerdings längst kein besonderes Alleinstellungsmerkmal mehr, sondern der gängige Standard.

Abhängigkeiten beim Einsatz von Baukasten-Systemen

Anders als bei selbst gehosteten Seiten begibt man sich bei Nutzung eines Baukastens deutlich stärker in eine Abhängigkeit. Ein einmal gewähltes Design lässt sich kaum anpassen (und teilweise auch nicht mehr wechseln) und wird im schlimmsten Fall der komplette Dienst eingestellt, steht man sogar ohne Website da. Das ist ein zum Glück eher seltenes Szenario. Viel wahrscheinlicher ist es, dass man den Dienst irgendwann aus freien Stücken nicht mehr nutzen möchte. Gibt man in diesem Zuge die Website komplett auf, ist das natürlich kein Problem. Bei einem Anbieter-Wechsel gestaltet sich der Export und Umzug einer bestehenden Website allerdings schwierig bis (ab einem gewissen Grad) unmöglich.

In der Regel muss die Website dann von Grund auf neu aufgebaut werden, wenngleich Texte und unter Umständen auch Bilder noch mit überschaubarem Aufwand übertragen werden können. Das Grundgerüst hingegen erfordert deutlich mehr Zeit und Geld. Vor allem für den „Nachbau“ des bisherigen Designs fallen (falls überhaupt machbar) erfahrungsgemäß relativ hohe Kosten an. In den meisten Fällen wäre mit Blick auf die zu diesem Zeitpunkt insgesamt aufgelaufenen Kosten ein von vornherein unabhängig aufgebauter Online-Auftritt die einfachere und günstigere Alternative.

An dieser Stelle ist zu beachten: Wer sich über ein Framework-Theme für einen Page-Builder entscheidet, ist auch mit WordPress in gewisser Weise davon abhängig. Ein Wechsel zu einem anderen Editor ist allerdings nicht unmöglich und soll durch den Block-Editor in Zukunft sogar noch sukzessive vereinfacht werden – was natürlich nahelegt, im Idealfall von vornherein auf diesen Standard-Editor zu setzen. Schließlich kann er zumindest für Websites ohne spektakuläre Extravaganzen schon jetzt mit den meisten Baukasten-Systemen (speziell in ihrer kostenfreien Basis-Version) mithalten.

Welche Design-Vorlagen gibt es in Baukasten-Systemen?

Die meisten Baukasten-Systeme liefern durchaus vernünftige und moderne Design-Vorlagen inklusive gängiger Elemente wie Slider oder Galerien. Diese eignen sich bei Bedarf absolut für ansprechende Websites, die sich nicht an einer bestehenden Optik (z.B. Visitenkarten, Flyer o.ä.) orientieren müssen. Schwieriger wird es bei klaren Vorgaben eines Corporate Designs, die sich in der Regel nicht oder nur gegen zusätzliche monatliche Gebühren (theoretisch) umsetzen lassen. Das liegt einerseits daran, dass dann mindestens CSS-Kenntnisse gefragt sind. Andererseits sind auch die dafür benötigten Funktionen nicht in jedem Baukasten-System bzw. -Tarif verfügbar. Ein Aspekt, der auch auf die Suchmaschinenoptimierung zutrifft.

Wie gut sind Baukasten-Systeme für SEO geeignet?

Mitunter werben die Anbieter von Baukasten-Systemen damit, dass die über ihr System erstellten Seiten für eine sehr gute „Google-Platzierung“ optimiert seien. Das ist allerdings aus technischer Sicht ziemlich hochgegriffen (um es zurückhaltend zu formulieren) und in Hinblick auf die Inhalte völlig irrelevant. Dabei kommt es Suchmaschinen vor allem auf eben diese Inhalte an und die liegen schließlich im Verantwortungsbereich der Kunden, übrigens ebenso wie auch einige der technischen Aspekte. Wer also nicht mindestens über ein solides Grundwissen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung verfügt, wird mit einem Homepage-Baukasten außerhalb von absoluten Nischen kein nennenswertes Ranking erreichen.

Allerdings gilt das in sehr ähnlichem Maße auch für die Variante eines selbst gehosteten CMS. Hier sind die technischen Grundlagen zwar in der Regel besser, reichen alleine allerdings auch noch lange nicht aus, um eine hohe Sichtbarkeit zu erreichen. Aussagekräftige und gut aufbereitete Inhalte sind aus gutem Grund die größte Hürde bei der Erstellung von erfolgreichen Websites. Dementsprechend steht der Content auf der Prioritätenliste unangefochten an der Spitze. Ohne Inhalte ist selbst das beste Webdesign nur einen Bruchteil seines Potenzials wert.

Ohne Content keine Website

Ein praktisches Beispiel: Ein Kunde gab mir den Auftrag, eine Website für ihn zu erstellen. Nach rund einem Jahr war er mit dem ursprünglichen Auftragnehmer nicht mehr zufrieden, weil dieser angeblich keine produktiven Ergebnisse vorgelegt hatte. Tatsächlich stellte sich aber schon bald heraus, dass schlichtweg keine Inhalte seitens des Auftragsgebers vorbereitet worden waren. Informationen zum Unternehmen oder den Produkten waren bestenfalls bruchstückhaft und nur auf Papier vorhanden – von Fotos ganz zu schweigen. Dementsprechend war auch die zwischenzeitlich mit einem Baukasten-System vom Kunden selbst erstellte Website nicht einmal ansatzweise so umfangreich wie geplant.

Also blieb mir nach dem Einrichten des grundlegenden Systems und der Entwicklung einiger individueller Funktionen nichts anderes übrig, als nach einer Wartezeit von sechs Monaten ohne konkreten Input und trotz diverser Nachfragen meinerseits eine Abschlagsrechnung zu schreiben. Seit nunmehr zwei Jahren ist das Projekt nicht weitergeführt worden – die in der Zwischenzeit angefallenen Kosten dürfte mittlerweile das Drei- oder Vierfache meines damals kalkulierten Angebots betragen …

Fazit zum Einsatz von Baukasten-Systemen

Für die meisten beruflich motivierten Websites sind Baukasten-Systeme nur eingeschränkt zu empfehlen. Grundsätzlich ist die Umsetzung eines Corporate Designs damit schwierig bis unmöglich, insbesondere wenn das Budget gering ist. Besondere Funktionen sollten ebenso wie eine große Anzahl von Unterseiten nicht notwendig sein und die Besucher der Website sollten nicht primär über Suchmaschinen generiert werden.

Für kleine Unternehmen (oder Selbständige), die per Drucksachen (Visitenkarten, Flyer, Print-Werbung) auf sich aufmerksam machen und sich mit ihrer Online-Präsenz (in Eigenregie) lediglich etwas umfangreicher vorstellen wollen, sind Baukasten-System allerdings durchaus eine Alternative. Hier zahlen sich die relativ simple Handhabung und der geringe Aufwand für Updates etc. aus. Lediglich die möglicherweise höheren Gebühren stellen hier noch ein mögliches Argument gegen die Nutzung eines Baukasten-Systems dar – aber hier wird jeder selbst am besten beurteilen können, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Wann lohnt sich ein Content Management System (CMS)?

Ein Content Management System (kurz CMS) dient, wie der Name schon sagt, zum Verwalten von Inhalten. Es geht also primär um Textbeiträge wie Artikel oder Blogposts und um Medieninhalte wie Fotos oder Videos. Während sich diese Inhalte von Fall zu Fall ändern, bleibt das Gerüst und Design, in dem sie präsentiert werden, weitgehend gleich.

Daran lässt sich also schon erkennen, dass es durchaus sinnvoll ist, Blogs oder Online-Magazine über ein Content Management System zu realisieren: Sämtliche Änderungen an der Grundstruktur müssen dann nur einmal vorgenommen werden. Das Prinzip der dynamisch generierten Seiten sorgt anschließend dafür, dass sie für die gesamte Website übernommen werden.

Für Blogs und Unternehmenswebsites

Auch Unternehmenswebsites werden gerne via Content Management System umgesetzt. Das hat den Vorteil, dass Inhalte relativ einfach und ohne große Vorkenntnisse angepasst oder ausgetauscht werden können. Neue Mitarbeiter beispielsweise lassen sich ohne großen Aufwand ergänzen und auch Öffnungszeiten oder Angebote können bei Bedarf schnell aktualisiert werden. Die Wahl des Content Management Systems spielt dabei keine allzu große Rolle.

Kostenfreie Systeme sind natürlich besonders beliebt und häufig eine gute Wahl, insbesondere das viel genutzte und mit schier unzähligen Erweiterungen kombinierbare WordPress gilt in den meisten Fällen als favorisierte Lösung. Je nachdem, wie viele Inhalte eine Website hat oder welches Ziel sie verfolgt, können aber auch Alternativen wie Contao oder Typo3 die passendere Lösung sein.

Ein Content Management System eignet sich vor allem für Websites mit häufig wechselnden oder regelmäßig neuen Inhalten. / Foto: Viktor Hanacek

Weniger sinnvoll ist der Einsatz eines Content Management Systems bei Websites, die nur sehr selten aktualisiert werden. Die berühmte „Online-Visitenkarte“ beispielsweise ist ebenso gut mit einer statischen Website umzusetzen wie eine Website im One-Page-Design (die meist kompakter ausfallenden Inhalte eigentlich unterschiedlicher Unterseiten werden hier in verschiedenen Sektionen auf einer einzelnen Seite untergebracht). Schließlich müssen dynamische Systeme wie WordPress und Co regelmäßig gewartet und aktualisiert werden. Wenn das größeren Aufwand bedeutet als die Pflege der Inhalte, ist ein Content Management System schon allein aus wirtschaftlicher Sicht keine gute Wahl.

H1 bis H6: Die Überschriften in WordPress

Um längere Texte leichter erfassen zu können, besitzen sie im Print- wie im Online-Bereich häufig visuelle Auflockerungen in Form von Zwischenüberschriften („Headlines“). So ist der Text übersichtlich strukturiert und die Leser fühlen sich nicht von einer Buchstaben-Flut überrollt. Insofern ist es also bei Websites grundsätzlich eine gute Idee, Blog-Posts und Artikel mit entsprechenden Einschüben zu verfassen. Im Idealfall befolgt man dabei auch eine eigentlich simple Regel, die ziemlich häufig ignoriert wird: Die richtige Reihenfolge der Überschriften von der <h1> bis zur <h6>.

Damit unterscheidet sich die Verwendung von Überschriften im Online-Bereich von der in Print-Produkten. Auf Websites basieren Überschriften auf HTML und damit sind sie sozusagen fertige Bausteine. Diese werden mit einer bestimmten Absicht entwickelt und sollten auch dementsprechend eingesetzt werden. Schließlich spielen die HTML-Elemente auch eine Rolle für das Crawling einer Website durch Suchmaschinen.

Überschriften sind auch für Suchmaschinen (relativ) relevant

Wie groß die Rolle ist, wird ausdauernd diskutiert. Schließlich gibt es nach aktuellem Kenntnisstand über 200 Faktoren, die für das Ranking von Google eine Rolle spielen und durchschnittlich etwa drei Updates pro Tag (vgl. Gary Illyes und John Mueller auf Twitter). Dabei ist allerdings auch zu betonen, dass nicht alle dieser Faktoren und nicht alle dieser Updates für jede einzelne Website eine Rolle spielen. Manche betreffen eher Nachrichten-Portale, andere sind für Online-Shops relevant. Für diese Kriterien gilt aber trotzdem, dass sie einer dynamischen Entwicklung unterliegen.

Dieser stetige Wandel zeigt sich auch in der Vielzahl von sich teilweise widersprechenden Artikeln zu dem Thema (je größer der Zeitraum der gesammelten Artikel, desto vielfältiger die Ansichten). Das ist logisch, denn vor zehn Jahren hatte zum Beispiel das Smartphone noch keine besondere Bedeutung. Inzwischen gilt bekanntlich „mobile first“. Die Vielfalt unterschiedlicher Artikel mit ebenso unterschiedlichen Aussagen betrifft aber nicht nur übergeordnete Faktoren wie die mobile Suche, sondern auch Dinge wie eben die Headlines eines Textes. Das beginnt schon mit der Relevanz, die Headlines angeblich (nicht) haben. Von „völlig egal“ bis hin zu „möglichst viele Zwischenüberschriften einbauen“ ist jede Ansicht mehr oder weniger vehement vertreten.

Grundsätzlich lässt sich als gemeinsamer Nenner festhalten: Headlines schaden nicht, wenn sie richtig (sprich: sinnvoll) eingesetzt werden. Sie sind dann aber auch nur ein Faktor von vielen und sorgen nicht alleine für ein erheblich besseres Ranking. Das gilt natürlich auch für alle anderen Faktoren genauso.

Vorsicht vor häufigen Fehlern

Ebenfalls große Einigkeit herrscht bei den Fehlern, die man beim Einsatz von Überschriften machen kann. Die Reihenfolge und Struktur ist dabei ebenso wichtig wie die Formulierungen. Keyword-Stuffing (also die übermäßig häufige Wiederholung eines bestimmten Keywords) ist ein Tabu (übrigens nicht nur bei Überschriften, vgl. z.B. Xovi Handbuch oder Ryte Wiki) und wie immer bei Texten gilt auch hier: für den Leser schreiben, nicht für die Suchmaschine. Das heißt, dass die Überschriften den Besuchern einer Website helfen sollen, den Text zu erfassen und die gesuchten Informationen zu finden.

Längere Texte brauchen eine klare Struktur

Es geht nicht darum, den Suchmaschinen ein bestimmtes Keyword an unzähligen Stellen besonders hervorgehoben vor die Nase zu halten. Das war vor einigen Jahren vielleicht noch hilfreich, inzwischen sind die Algorithmen allerdings weitaus komplexer aufgebaut und erfassen Texte nicht mehr nur in Einzelteilen. Daher geht die allgemeine Empfehlung inzwischen nicht mehr zu vielen spezialisierten Unterseiten zu eng umrissenen Themen, sondern zu möglichst umfassenden (aber gut strukturierten) Informationsangeboten (z.B. zu einer einzigen Seite über diverse Getreidesorten anstelle von diversen Seiten zu jeweils nur einer Sorte). Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Das richtige Keyword in der richtigen Headline

Es ist natürlich gut, ein (primäres) Keyword in der Headline unterzubringen, idealerweise natürlich in der h1. Die beschreibt schließlich, worum es im gesamten Text geht. Im oben genannten Beispiel wäre „Getreide“ oder „Getreidesorten“ also ein Begriff, der in der h1 auftauchen sollte. In den Zwischenüberschriften ist das primäre Keyword ebenfalls gern gesehen, allerdings nur, wenn es sinnvoll erscheint. Wer krampfhaft versucht, einen bestimmten Begriff in jeder Überschrift unterzubringen, erweckt schnell den Eindruck von Spam. Davon abgesehen fasst eine Zwischenüberschrift ja nur einen Teil des gesamten Textes zusammen – wer nur hier das (Haupt-)Keyword platziert, schmälert seine Bedeutung zwangsläufig.

Überschriften sollen Sinn stiften

Außerdem sollten Zwischenüberschriften generell nur dort platziert werden, wo sie Sinn ergeben (wie alle anderen Elemente übrigens auch). Wer kohärente Absätze durch überflüssige Überschriften auseinander reißt, sabotiert sich selbst. Ein Abschnitt mit vier Absätzen über das Fahrverhalten eines Autos sollte deshalb nicht vier gleichwertige h2-Überschriften bekommen, sondern nur eine (z.B. „Das Fahrverhalten des CarX“). Wenn man genauer ins Detail gehen möchte (z.B. über Beschleunigung, Kurven- und Bremsverhalten) kann man ggf. mit h3-Überschriften zusätzliche Struktur schaffen. Allerdings sollte dann nicht unbedingt jedes Mal das Keyword eingebunden werden (also nicht „Beschleunigung des CarX“, „Kurvenverhalten des CarX“ etc., sondern eher „Schnelle Beschleunigung“, „Stabile Kurvenlage“, o.ä.). Texte sollen eben gut lesbar sein und den Leser weder aus dem Rhythmus bringen noch anstrengen.

H1 und H2 als Standard-Ausstattung

Grundsätzlich ist es also eine gute Idee, Überschriften für Texte zu nutzen. Selbst extrem kurze Texte haben in der Regel mindestens den Titel, der zugleich die h1-Überschrift darstellt. Bei längeren Texten ergibt sich automatisch der Einsatz von Zwischenüberschriften – schließlich gilt inzwischen eine grobe Empfehlung von mindestens 500 Wörtern für den gesamten Text und maximal 150 Wörtern pro Absatz. Daraus ergibt sich folglich, dass ein Text zumindest theoretisch aus ca. drei bis vier Absätzen besteht und damit neben der h1 Platz für mindestens eine h2 (in der Mitte des Textes) bietet.

Struktur statt Design

So viel zur Theorie, in der Praxis begegnen mir allerdings immer wieder Websites, die sich nicht unbedingt an dieses Muster halten und entweder gar keine oder zu viele Zwischenüberschriften aufweisen. Auch deren Reihenfolge ist nicht immer logisch und vor allem bei WordPress-Websites fallen mir immer wieder Seiten auf, bei denen die Wahl der Headlines offenbar lediglich auf dem Design basiert (was übrigens weder für die SEO- noch die CSS-Kenntnisse der Verantwortlichen spricht).

Vor allem bei Premium Themes wie Avada oder Enfold ist das ein relativ häufiges Phänomen. Bei individuellen Themes ist es eher seltener der Fall, hier wird schließlich in der Regel sowieso jede Headline-Klasse dem Bedarf entsprechend gestaltet. Jede bedeutet in dem Fall, dass es sich meist um sechs verschiedene Headlines handelt. Diese lassen sich nämlich in der Bearbeitungsmaske auswählen – sowohl im klassischen Editor als auch im neuen Gutenberg-Modell. Die Headlines sind nach Ebenen geordnet, beginnend bei <h1> (oder „Überschrift 1“) bis <h6>.

Bitte nur eine <h1>

Die Auswahl dieser Klassen sollte so erfolgen, dass sie eine sinnvolle Gliederung des Textes bewirken. Die Überschrift ist dabei mit <h1> auszuzeichnen, was in aller Regel auch automatisch für den Titel des Beitrags erfolgt. Deshalb sollte man die <h1> normalerweise nicht manuell im Editor auswählen. Schließlich sollte diese Klasse nur ein einziges Mal auf jeder Unterseite vergeben werden. Wichtiger ist deshalb die nächste Ebene, die mit der <h2> markiert wird. Auch hier gilt quasi eine vererbte Exklusivität: In jedem mit einer <h2> überschriebenen Abschnitt sollte auch nur eine <h2> vorkommen. Allerdings kann es innerhalb dieses Bereichs wieder mehrere <h3>-Überschriften geben. Innerhalb dieser können dann wieder mehrere <h4> genutzt werden (aber eben keine weitere <h3>).

Ein Beispiel für eine tiefe Headline-Struktur

Ein konkretes Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie schreiben einen Text zum Thema Wohnungseinrichtung. Neben einer allgemeinen Einleitung könnten Sie zum Beispiel auf verschiedene Zimmer eingehen und diese wiederrum in diverse Bereiche bzw. Möbel unterteilen. Die <h1> wäre dann dem Titel des Textes vorbehalten, also zum Beispiel „Wohnungseinrichtung für ein gemütliches Zuhause“. Als nächstes folgt die <h2>-Ebene, die es wie gesagt mehrfach geben kann. Sie könnten also <h2>-Überschriften für die Abschnitte über das Schlafzimmer, das Wohnzimmer, die Küche und das Badezimmer vergeben.

Diese lassen sich ebenfalls unterteilen, wofür die <h3> genutzt wird. Für das Schlafzimmer könnte man also beim Bett, dem Kleiderschrank und bei Dekorationen noch weiter ins Detail gehen. Dafür lässt sich dann die <h4> nutzen, um z.B. die Wahl der Matratze oder der Bettwäsche genauer zu beschreiben. Sogar eine <h5> kann hier hilfreich sein, z.B. um beim Thema Bettwäsche noch genauer auf die unterschiedliche Materialien, Größen oder Farben und Muster einzugehen. Konkret könnte die grundlegende Struktur des beschriebenen Textes also so aussehen:

  • H1: Wohnungseinrichtung
    • H2: Schlafzimmer
      • H3: Bett
        • H4: Bettwäsche
          • H5: Material
            • H6: Jersey
            • H6: Microfaser
            • H6: Satin
          • H5: Farbe/Muster
          • H5: Größe
        • H4: Matratze
        • H4: Beleuchtung/Nachttisch-Lampe
      • H3: Kleiderschrank
        • H4: Konstruktion (offen/geschlossen, Klapptür/Schiebetür)
        • H4: Inneneinrichtung (Fächer/Kleiderstangen/Körbe/Schuhregal)
      • H3: Dekoration
        • H4: Bilder
        • H4: Spiegel
        • H4: Vorhänge/Jalousien
    • H2: Wohnzimmer
      • H3: Esstisch
      • H3: Sofa/Sessel
    • H2: Küche
      • Küchengeräte
      • Küchenmöbel
      • Lebensmittelaufbewahrung
    • H2: Badezimmer

Das Verhältnis von Headlines und Text

Die oben stehende Liste lässt sich natürlich noch nahezu beliebig erweitern und muss umgekehrt auch nicht zwangsläufig diese Struktur aufweisen. Jeder Headline sollte auch ein Minimum an Text folgen, um den gesamten Beitrag nicht zerstückelt wirken zu lassen. Wer zum Beispiel die unterschiedlichen Materialien für Bettwäsche lediglich in einem Satz aufzählt, sollte keine einzelnen Abschnitte dazu anlegen. Das ist nur sinnvoll, wenn man auch wirklich detaillierte Infos ansprechen möchte, wie z.B. die Qualität, das damit verbundene Schlafgefühl, unterschiedliche Preisklassen oder Pflegehinweise. Ein Abschnitt, der nur einen Satz enthält, sollte besser in den übergeordneten Bereich eingegliedert werden. Keine Sorge übrigens, falls ein Abschnitt mal etwas länger ausfällt. Wenn eine Headline hier in Hinblick auf die Gliederung nicht angebracht ist, kann man den Text auch ohne große CSS-Kenntnisse alternativ auch mit einem Zitat oder Bild auflockern. Entsprechende Blöcke bzw. Elemente sind im WordPress-Editor ja auch vorhanden.

Das Potenzial und die Fehler beim Einsatz von Social Media

Beim Start einer Online-Präsenz ist in der Regel die unmittelbar folgende oder sogar bereits im Vorfeld erledigte Anmeldung bei diversen sozialen Netzwerken gängige Praxis. Doch um das Potenzial von Social Media wirklich gewinnbringend für sich zu nutzen, ist es damit noch längst nicht getan. Wie so oft gilt auch hier: Planung ist die halbe Miete und unreflektiertes Kopieren vermeintlicher Vorbilder ist nicht zielführend. Tatsächlich kann es sogar effizienter sein, auf gewisse Kanäle bewusst zu verzichten.

Muss ich alle verfügbaren sozialen Netzwerke verwenden?

Nein, selbstverständlich nicht. Social Media ist grundsätzlich kein Muss und dementsprechend bleibt es jedem selbst überlassen, ob und wo er sich anmeldet. Wenn man das tut, sollte man allerdings das passende Netzwerk auswählen und sein Profil ernsthaft betreiben. Dazu gehört eine vernünftige Strategie, die man konsequent verfolgt und regelmäßig analysiert, um ggf. die Planung anzupassen und zu verfeinern. Der erste Schritt betrifft dabei die Auswahl des passenden Netzwerks.

Nicht alle sozialen Netzwerke erfüllen ihren Zweck.
Nicht alle sozialen Netzwerke erfüllen ihren Zweck.

Welche sozialen Netzwerke sollte ich nutzen?

Grundsätzlich sind sich die unterschiedlichen Social-Media-Angebote zwar ähnlich, aber eben nicht deckungsgleich. Logisch, sonst bräuchte man ja nicht so viel Auswahl. Zu den bekanntesten Diensten zählen natürlich Facebook, Instagram und Twitter und auch Youtube. Alle vier haben – zumindest allgemein und grob gesagt – jeweils einen primären Schwerpunkt. Bei Facebook ist es in Bezug auf Pages das Posten von kurzen Teaser-Texten in Kombination mit Links (z.B. zu Artikeln/Blogposts oder Landing Pages). Instagram dient im Wesentlichen der Präsentation von Fotos. Twitter ist ein gern genutztes Second-Screen-Kommunikationsmittel (z.B. um per Hashtag aktuelle Ereignisse, TV-Sendungen oder Sportübertragungen zu kommentieren oder zu diskutieren) und Youtube ist für alle, die aktiv Videos produzieren und eben nicht nur ansehen. Selbstverständlich gibt es auch weitere gute Gründe für eine Nutzung der unterschiedlichen Dienste als die gerade genannten – aber das geht an dieser Stelle zu sehr ins Detail.

Auch für Social Media sind Redaktionspläne durchaus hilfreich.
Auch für Social Media sind Redaktionspläne durchaus hilfreich.

Wie sollte ich die sozialen Netzwerke nutzen?

Die primären Beweggründe und Einsatzzwecke der sozialen Netzwerke haben wir gerade grob umrissen. So unterschiedlich sie diesbezüglich sind, so ähnlich sind sie in Hinblick auf die Einsatzfrequenz. Wichtig ist ein regelmäßiger Einsatz, der dem Ziel zuträglich ist. Es muss also nicht zwingend jeden Tag ein Post/Video veröffentlicht werden, wenn es eigentlich gar nichts zu berichten gibt. Nehmen wir als Beispiel den Vergleich zwischen einer täglich und einer wöchentlich ausgestrahlten Quizsendung im Fernsehen. Während erstere natürlich deutlich häufiger Informationen zu den Gästen oder dem Sendeplatz sowie Bilder und Videoclips veröffentlichen kann, ist letztere inhaltlich wesentlich limitierter.

Anders sieht es natürlich aus, wenn man Inhalte nicht zeitlich gebunden veröffentlichen muss. Hier ist es sinnvoll, eine möglichst gleichmäßige Verteilung anzustreben, um nicht ständig zwischen Ebbe und Flut zu pendeln. Das ist nicht nur für die Follower angenehmer, sondern angesichts der angepassten Algorithmen der Netzwerke schlichtweg sinnvoll. Wo vor ein paar Jahren noch ganz simpel sämtliche Inhalte chronologisch aufgelistet wurden, wird nun kräftig gefiltert. Mit anderen Worten: Längst nicht jeder Post wird allen Followern umgehend (oder überhaupt) angezeigt, erst recht nicht, wenn gleich mehrere innerhalb weniger Minuten veröffentlicht werden.

Eines der für die Vorauswahl relevanten Kriterien ist auch die Interaktion mit den Followern, die auf die Posts reagieren. Auf dieses Feedback sollte man deshalb auch kurzfristig antworten und entsprechende Ressourcen für die Planung der Posts berücksichtigen. Das Veröffentlichen kurz vor Feierabend (oder wichtigen Terminen) ist also von wenigen Ausnahmen abgesehen keine gute Idee.

Qualität statt Quantität gilt auch für Social-Media-Posts.
Qualität statt Quantität gilt auch für Social-Media-Posts.

Qualität statt Quantität

Hinsichtlich der idealen Quantität von Posts ist wie erwähnt eine gewisse Bandbreite gegeben, weniger diskutabel ist die Qualität der Beiträge. Hier gilt – wie eigentlich immer – dass sämtliche Veröffentlichung so hochwertig wie möglich vorbereitet werden sollten. Rechtschreibfehler sind insbesondere aufgrund der in der Regel sehr kurzen Texte absolut fehl am Platze. Wer nicht einmal vier oder fünf Sätze Korrektur liest, gerät schnell in Verdacht, schlampig und nur halbherzig bei der Sache zu sein. Und warum sollten die Follower sich dann die Mühe machen und sich damit auseinandersetzen, wenn der Urheber selbst offenbar kaum Interesse daran hat?

Follower wollen eben auch ein wenig überzeugt werden und das erfordert etwas Kreativität. Wer bei Facebook kommentarlos Links zur eigenen Seite postet, ersetzt damit im Prinzip nur einen RSS-Feed – und macht sich demzufolge überflüssig. Ein kurzer Teaser-Text, der neugierig macht, signalisiert ein gewisses Maß an eigenem Interesse und weckt die Neugier. Das gilt für Facebook-Beiträge genauso wie für Instagram – einem Foto ohne aussagekräftige Caption mangelt es eben an Geschichte und Zusammenhang.

Die Inhalte für Social Media sollten möglichst gut geplant und ausgewertet werden.
Planung ist auch bei Social Media wichtig.

Eine klare Strategie ist unverzichtbar

Der Zusammenhang spielt auch bei der Gesamtbetrachtung eines Social-Media-Kanals eine Rolle. Ist hier ein roter Faden erkennbar, fällt potenziellen Followern die Identifikation in der Regel leichter. Wer hingegen ständig von einem Thema zum anderen springt und nur unregelmäßig Beiträge veröffentlicht, geht schnell in der Masse unter. Daher sollte man beim Aufbau eines Social-Media-Kanals zunächst festlegen, welche Ziele man damit verfolgt.

Sieht man von der seltsamen Influencer-Branche ab, sind soziale Netzwerke in der Regel ein Werkzeug für das eigentliche Produkt und nicht das Produkt selbst. Wer also auf diesem Weg Follower auf die eigene Website oder den Youtube-Kanal aufmerksam machen möchte, sollte in den sozialen Netzwerken auf jeden Fall dieselbe Sprache wie beim eigentlichen Content verwenden. Fotos auf Instagram können mit englischer Bildunterschrift und englischen Hashtags möglicherweise mehr Likes durch ein internationales Publikum generieren, das jedoch für deutschsprachige Artikel oder Videos keinen Mehrwert hat. Wer sich dennoch für den Einsatz einer Fremdsprache entscheidet, sollte auch über entsprechende Kenntnisse derselben verfügen, um sich nicht mit jedem Post aufs Neue schwer zu blamieren.

Planung ist das eine, Auswertung das andere.
Planung ist das eine, Auswertung das andere.

Zur Social-Media-Strategie zählt neben den Netzwerken und Inhalten (inkl. ihrer zeitlicher Planung) auch die erwähnte Auswertung in regelmäßigen Abständen. In den meisten Fällen lohnt es sich zu Beginn der Aktivitäten, wöchentlich den Erfolg zu messen. Sobald sich eine funktionierende Strategie eingependelt hat, genügt unter Umständen auch eine monatliche Analyse. Dabei sollte man sich vor allem fragen, ob die Ziele konstant erreicht werden und ob der damit verbundene Aufwand gerechtfertigt ist. Wer übermäßig viel Zeit in Social Media investiert und seine selbstgesteckten Ziele nicht einmal ansatzweise erreicht, hat offensichtlich noch Optimierungsbedarf bei seiner Strategie.

Transparenz schafft Vertrauen

Insbesondere zu Beginn der Social-Media-Aktivitäten ist die Versuchung daher groß, dem Erfolg mit vermeintlich einfachen Mitteln auf die Sprünge zu helfen. Vor allem bei Instagram ist das Kaufen von Followern und/oder Likes ein erschreckend weit verbreitetes Mittel, um sich schnell mit hübschen Zahlen zu schmücken. Allerdings sind solche Maßnahmen selten von Dauer und unabhängig von langfristigem Nutzen auch schlichtweg Betrug.

Wer seine Zahlen frisiert, verliert Vertrauen und Geld.
Wer seine Zahlen frisiert, verliert Vertrauen und Geld.

Das gilt für Instagram genauso wie für Facebook, Twitter oder Youtube. Überall können Follower, Likes, Kommentare und Views gekauft werden, die allerdings meist auffällig schlecht sind (z.B. Kommentare ohne erkennbaren Bezug zum Post/Video oder überdurchschnittlich viele Follower außerhalb der eigentlichen Zielgruppe (für deutsche Accounts wären das beispielsweise Follower oder Likes aus Südamerika oder dem asiatischen Raum)) und vor allem laufende Kosten produzieren, sofern man den Eindruck eines organischen Wachstums simulieren möchte. Wer dabei auf vermeintliche Schnäppchen eingeht, sollte sich direkt darauf einstellen, in regelmäßigen Abständen Opfer von Aufräumarbeiten zu werden, die dazu führen, dass man einen Großteil seiner angeblichen Basis wieder verliert – samt des dafür investierten Geldes.

Es gibt natürlich eine kleine Gruppe „erfolgreicher“ Influencer, die auf diesem mehr oder weniger betrügerischen Weg eine große Community „aufgebaut“ haben – die allerdings vorwiegend aus denen besteht, die bei diesem Versuch kläglich gescheitert sind. Zudem ist der jeweilige Kanal (in der Regel Instagram oder Youtube) hier auch gleichzeitig das Hauptprodukt, wodurch sich die Vorgehensweise nicht so einfach für Shops, Websites oder Blogs übernehmen lässt. Der beste Ansatz ist und bleibt daher online wie im echten Leben: Ehrlich währt am längsten.

Der Blick hinter die Kulissen einer Website

Das Angebot an Websites ist groß und wächst jeden Tag, die Vielfalt der Designs und der Funktionsumfang ebenfalls. Logisch, dass sich die meisten Menschen erst einmal an bestehenden Seiten orientieren, um sich für die eigene Website inspirieren zu lassen. Manchmal äußert sich das dann mir gegenüber in Aufträgen wie „Können Sie das genau so machen wie auf xyz.com?“, aber zum Glück sind die meisten Kunden dann doch noch deutlich kreativer und individueller in ihren Wünschen. Für ganz konkrete Vorstellungen fehlen aber logischerweise in der Regel detaillierte Informationen zu den Inspirationsquellen und natürlich das nötige Hintergrundwissen.

Es gibt allerdings ein paar Tricks, mit denen man recht einfach hinter die Kulissen einer Website schauen kann und dadurch zumindest einen besseren Blick auf ihr Grundgerüst bekommt. Das beginnt bei der Frage, ob ein Content Management System verwendet wird und wenn ja, welches. Hier hilft in den meisten Fällen der Quelltext, den man normalerweise aufrufen kann, indem man der URL in der Adresszeile „view-source:“ voranstellt. Anschließend wird eine Menge Text angezeigt — das ist der Quelltext der Website. Dort verrät die Zeile „<meta name=“generator““, um welche Software es sich handelt. Das könnte dann wie folgt aussehen:

<meta name="generator" content="TYPO3 4.5 CMS" />
<meta name="generator" content="Contao Open Source CMS">
<meta name="generator" content="Joomla! - Open Source Content Management" />
<meta name="generator" content="WordPress 5.8.1" />
<meta name="generator" content="Wix.com Website Builder"/>

Letztgenannter ist übrigens kein CMS im eigentlichen Sinne, sondern ein reines Baukastensystem. Wenn die Versionsnummer auch gleich mit angezeigt wird, lässt das sogar Rückschlüsse darauf zu, wie regelmäßig die Website gewartet und wie intensiv sie gepflegt wird. Rufen Sie einfach die offizielle Website des jeweiligen CMS auf (zur Not über den Umweg einer Suchmaschine) und schon wissen Sie, ob es sich um die aktuelle Version handelt.

Typische Verzeichnis-Strukturen

Falls die jeweilige Website nicht so ganz auskunftsfreudig ist und das Generator-Snippet entfernt wurde, muss man etwas weitersuchen – hier geben oft die Pfade zu Bild- oder CSS-Dateien Hinweise auf das CMS. Für TYPO3 sprechen Verzeichnisse wie /typo3temp/ oder /fileadmin/, bei Contao stößt man meist direkt auf /system/modules/ oder /assets/. Bei Joomla tauchen Strukturen mit /media/system/js/ und /templates/system/css/ auf, bei WordPress sprechen Unterordner à la /wp-content/ und /wp-includes/ Bände. Auch Baukastensysteme ohne Generator-Hinweis sind meist schnell zu erkennen, weil auch hier Hinweise in den URLs auftauchen: Jimdo beispielsweise bindet schon sehr weit oben jimcdn.com ein.

Am häufigsten dürfte man übrigens Hinweise auf das CMS WordPress finden, da dies inzwischen die größten Marktanteile verzeichnet. Glaubt man den aktuellen Zahlen (September 2021) von Statista (Hinweis: dieser Abschnitt wurde am 22. Oktober 2021 aktualisiert), basieren fast 65 Prozent der Websites auf Basis eines CMS auf WordPress. Betrachtet man ganz allgemein Websites (also auch die ohne ein Content Management System), macht WordPress immer noch fast 40 Prozent aus (vgl. t3n.de auf Basis der Zahlen von w3techs.com). Daher dürfte spätestens jetzt auch nachvollziehbar sein, warum ich so viel mit WordPress zu tun habe – es wird sehr häufig gewünscht.

Tools statt Quelltext – vor allem für WordPress

Der hohe Marktanteil von WordPress hat zwangsläufig dafür gesorgt, dass es auch einige hilfreiche Tools gibt, um sich nicht wie oben beschrieben durch den Quelltext wühlen zu müssen. Wenn man weiß, dass man es mit einer WordPress-Website zu tun hat, kann man deren URL auch ganz einfach unter whatwpthemeisthat.com analysieren lassen. Das Tool dient vor allem dazu, das verwendete Theme herauszufinden, falls man sich für die eigene Website daran orientieren möchte. Alternativ kann man dafür auch scanwp.net oder wpthemedetector.com nutzen oder whattheme.com verwenden – letzteres funktioniert übrigens auch mit z.B. Joomla und Drupal.

Neben den Informationen zum CMS und dem Themes liefern die Tools in der Regel auch Details zu den verwendeten Erweiterungen („Plugins“). Umfangreiche Installationen werden allerdings nur zu einem gewissen Teil „entschlüsselt“, sodass die Suche im Quelltext in diesen Fällen meist unerlässlich bleibt.

Manuelle Textauszüge in WordPress festlegen

Wer seinen Blog mit WordPress betreibt, wird bei den meisten Themes kurze Textauszüge beobachten können. In der Regel sind auf Start-, Kategorie- und Archivseiten nur die ersten Worte oder Sätze der Beiträge zu sehen („Teaser“), die per Link zum vollständigen Beitrag führen. Das ermöglicht eine übersichtliche Darstellung der verfügbaren Beiträge zu bestimmten Themen und ist darüber hinaus oft auch aus schlichten Designgründen relevant.

Diese Textauszüge werden in der Regel allerdings automatisch vom CMS generiert und sind nur zu einem gewissen Punkt über den normalen Texteditor anpassbar. Bei vielen Themes kann man ein „Weiterlesen“-Tag einfügen (dafür steht im Block Editor von WordPress der „Mehr“-Block bereit), so dass der Teaser nur den Text bis zu dieser Stelle anzeigt. Manche Themes akzeptieren diese Markierung allerdings nur, wenn der so festgelegte Abschnitt eine bestimmte Länge nicht überschreitet – ansonsten wird auch wieder automatisch gekürzt. In solchen Fällen hilft gegebenenfalls das Einstellungsmenü des Themes (falls vorhanden) oder ein Snippet in der functions.php des Themes (bzw. des Child Themes).

Textstellen ohne Einschränkung festlegen

Häufig ist man mit dem Weiterlesen-Tag also gut bedient, hat jedoch ein Problem, wenn man lieber einen ganz anderen Text verwenden würde oder zum Beispiel die erste Zeile überspringen möchte (etwa um einen Link ganz oben im Beitrag nur in der Einzelansicht des Posts anzuzeigen). In dem Fall könnte die Funktion „Auszug“ weiterhelfen. Standardmäßig ist sie bei frischen WordPress-Installationen ausgeblendet, kann allerdings problemlos aktiviert werden. Dafür steht in der Bearbeitungsmaske oben rechts die Schaltfläche mit drei gestapelten Punkten zur Verfügung. Klickt man darauf, öffnet sich ein Menü, in dem es ganz unten den Punkt „Voreinstellungen“ gibt. Dieser führt zu einem weiteren Menü, in dessen linker Spalte der Punkt „Bedienfelder“ zum Ziel führt. Hier kann die Option „Textauszug“ aktiviert werden. In der rechten Spalte des Editors ist nun unter dem Tab „Beitrag“ (fast) ganz unten ein neues Textfeld zu sehen, in das man die gewünschte Textvorschau eingeben kann. Auch ein Link zu weiterführenden Informationen zur Excerpt-Funktion von WordPress ist direkt unter diesem Feld hinterlegt.

Im Normalfall werden die ins Textfeld „Auszug“ eingetragenen Texte nun überall dort angezeigt, wo Beiträge in gekürzter Form aufgelistet werden. Wichtig ist dabei, dass HTML-Code, Links und Grafiken nicht in der ihnen zugedachten Form dargestellt werden – die Auszug-Funktion ist also nur für reinen Text geeignet. Das gilt übrigens auch für die Markierung per Weiterlesen-Tag: Wer also im Block Editor einen Link am Anfang seines Posts platziert, wird diesen standardmäßig als reinen Text in seinen Auszügen wiederfinden – das ist nicht nur verwirrend, sondern sieht in den meisten Fällen auch alles andere als ansprechend aus. In diesem Fall sollte man die Auszug-Funktion auf jeden Fall als Alternative in Betracht ziehen und einfach die ersten beiden Sätze des Fließtexts in das entsprechende Feld kopieren.

Vorteile und Nachteile von WordPress Premium Themes

Die hohe Verbreitung des Content Management Systems WordPress bewirkt unter anderem, dass es dafür ein riesiges Angebot an fertigen und sehr ansehnlichen Premium Themes gibt. Vom simplen Blog-Design bis zum umfangreichen Framework ist alles dabei. Zudem besteht natürlich die Möglichkeit, ein völlig eigenes Design zu entwickeln. Für jede dieser Optionen gibt es sinnvolle Anwendungsgebiete – wie auch weniger empfehlenswerte Szenarien …

Unter themeforest.net gibt es eine große Auswahl an Premium Themes.

Grundsätzlich hängt es – wie so oft – von mehreren Faktoren ab, wie die Entscheidung in punkto Theme ausfällt. Inzwischen greifen tatsächlich sehr viele Anwender auf die große Auswahl kostenpflichtiger Premium Themes zurück, weil diese auf den ersten Blick einsatzfertig und mit Preisen zwischen zumeist 40 und 60 US-Dollar recht günstig sind. Damit sind auch direkt die beiden größten Vorteile genannt. Für diese niedrige Summe wird man definitiv kein vorzeigbares, individuelles Design bekommen und viele „Fertig-Themes“ lassen die eigene Website ohne Frage innerhalb weniger Minuten wie die gewünschte Vorlage aussehen.

Vor allem für klassische Blogs ohne unterschiedliche Inhaltstypen (hier hat man es vorwiegend mit im Aufbau gleichen Posts zu tun) sind Premium Themes daher in der Regel unter optischen Gesichtspunkten durchaus gut geeignet. Im Idealfall findet man also ein Theme, das einem direkt gut gefällt und quasi allen Vorstellungen entspricht. Man kauft es, installiert es, nimmt ein paar Einstellungen vor und fertig ist die eigene Website. So weit, so gut. In der Realität ist der Weg allerdings oft etwas weniger geradlinig – vor allem, wenn man doch noch größere Änderungen vornehmen möchte als nur ein Logo oder die Schriftfarbe auszutauschen.

Günstige Preise auf Kosten der (völligen) Individualität

Zu beachten ist bei etwaigen Änderungswünschen, dass man Premium Themes im Normalfall nicht einfach ohne weiteres anpassen kann. Meist hat man es in den Templates (den einzelnen PHP-Dateien des Themes) mit einer recht individuellen Architektur zu tun, die sich nicht unbedingt besonders prinzipientreu an geltende Standards hält. Zwar lassen sich gewünschte Änderungen selbstverständlich vornehmen, man benötigt dafür allerdings schon mindestens einigermaßen fortgeschrittene Kenntnisse in HTML und PHP sowie etwas Zeit, um die Logik des jeweiligen Premium Themes nachzuvollziehen.

Daher empfiehlt es sich in der Regel, dafür den (hoffentlich angebotenen) meist englisch-sprachigen Service der Theme-Autoren in Anspruch zu nehmen. Auch hier sind der Unterstützung allerdings Grenzen gesteckt, da sicherlich niemand für eine kleine Gebühr ein komplett neues Theme entwickeln wird. Es sollte kein Problem darstellen, wenn man zum Beispiel Datum und Autorennamen oberhalb der Überschrift statt darunter darstellen möchte, allerdings darf man nicht erwarten, dass man auf diesem Weg sämtliche Inhaltselemente neu sortieren kann.

Mit Framework-Kits lassen sich auch komplexe Webdesigns vergleichsweise einfach umsetzen.
Mit Framework-Kits lassen sich auch komplexe Webdesigns vergleichsweise einfach umsetzen. (Foto: Viktor Hanacek)

Frameworks haben viel zu bieten – manchmal aber auch zu viel

Einfacher ist es mit den Framework-Themes (oder auch „Baukästen“), die eine sehr hohe Flexibilität und Wandlungsfähigkeit besitzen. Daher kommen sie vor allem dort zum Einsatz, wo ein modernes Design ohne allzu spezifische Vorgaben umgesetzt werden soll. Zu den beliebtesten Framework-Kits gehören Avada, Divi und Enfold, die jeweils ab rund 60 US-Dollar erhältlich sind. Oft kommt auch das Elementor-Plugin zum Einsatz, das mit verschiedenen Themes kombinierbar ist. Hierfür fallen allerdings jährliche Gebühren an, die bei 49 US-Dollar beginnen.

Mit diesen umfangreichen Systemen können zahlreiche Designvorlagen genutzt werden, so dass mit ziemlicher Sicherheit jeder ohne ganz konkrete Vorstellungen einen passenden Entwurf findet. Aber Vorsicht, beliebig kombinieren – z.B. Frontpage aus Vorlage A und Artikelansicht aus Vorlage B – kann man die einzelnen Vorlagen nicht so einfach ohne weiteres. Alternativ bastelt man sich aus den verfügbaren Elementen ein eigenes Layout zusammen. Das dauert zwar auch seine Zeit und ist sicherlich nichts für absolute Anfänger, bietet einigermaßen erfahrenen Anwendern allerdings eine hohe Funktionsvielfalt und bereitet logischerweise immer noch wesentlich weniger Aufwand als die Entwicklung eines komplett neuen Themes.

Ihre Flexibilität verdanken die Frameworks primär den dafür mitgelieferten Plugins (allen voran den jeweiligen Page Buildern), die stets im Bundle enthalten sind. So schön die große Auswahl zusätzlicher Funktionen sein kann, so problematisch kann sie aber auch werden. Wer jahrelang mit einem bestimmten Page Builder arbeitet, kann die dann bestehenden Inhalte häufig nicht einfach in einen anderen übertragen.

Das gilt auch für Premium-Themes, die häufig mit diversen Plugins geliefert werden. Updates für im jeweiligen Paket enthaltene Erweiterungen stehen dann jedoch meist nicht einzeln zur Verfügung, sondern müssen als Teil des gesamten Theme-Bundles durchgeführt werden. Daher sollte man vor dem Kauf des Themes darauf achten, dass Updates regelmäßig und in relativ kurzen Abständen zur Verfügung gestellt werden, um auch die Plugins immer aktuell halten zu können.

Passt der Funktionsumfang zu den Anforderungen? Der Einsatz von Premium Themes will gut überlegt sein.
Passt der Funktionsumfang zu den Anforderungen? Der Einsatz von Premium Themes will gut überlegt sein. (Foto: Viktor Hanacek)

Oft gibt es auch gar keinen Bedarf für die Vielzahl an Möglichkeiten, die ein Premium Theme zu bieten hat. In dem Fall ist es alles andere als effizient, auf ein so umfangreiches Paket zu setzen. Generell ist der Code von Multipurpose-Themes in der Regel verhältnismäßig „aufgebläht“ (der der Begriff „Bloat Code“), weil aufgrund der möglichst vielfältigen Einsatzmöglichkeiten eben kein maßgeschneidertes „Gerüst“ möglich ist. Dem lässt sich zwar teilweise entgegenwirken, indem nicht benötigte Funktionen abgeschaltet werden (sofern möglich), insgesamt ist aber die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie für eine erhöhte Ladezeit und eine dadurch bedingte, schlechtere Usability sorgen.

Teilweise kann man diesem Effekt zwar mit einem Caching Plugin begegnen, das allerdings auch nicht immer problemlos einzusetzen ist und bei fehlerhaftem Einsatz sogar noch mehr Probleme verursachen könnte – wer sich diesen Umweg sparen kann, sollte das auch tun (generell: je weniger Plugins, desto besser: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich.“).
Insbesondere bei Websites, die viel Wert auf eine geringe Ladezeit legen, sollte man sich vorab gut über die Ladezeiten des gewählten Themes informieren (beziehungsweise ggf. sogar überlegen, ob ein CMS generell die beste Grundlage bietet). Wer hingegen den Großteil seiner Besucher über Direktaufrufe (z. B. durch Verlinkungen oder Printwerbung) bezieht, kann sich hier vermutlich etwas entspannter bewegen.

Lange Rede, kurzer Sinn

Wann bietet sich ein Premium Theme an?
Das Design der Website muss keine spezifischen Vorgaben (z.B. ein komplexes Corporate Design) erfüllen, soll allerdings auf allen Geräten (von PC bis Smartphone) einen modernen Look aufweisen und in ein begrenztes Budget passen. Die Ladezeit der Seiten spielt keine übergeordnete Rolle, stattdessen sind Animationen und ähnliche Effekte für eine ansprechende Darstellung der Inhalte durchaus gewünscht. Es ist auch genug Bildmaterial und sonstiger Content vorhanden, um die Vielfalt an Vorlagen angemessen nutzen zu können. Zugleich sind die Vorlagen „out of the box“ völlig ausreichend und müssen nicht weiter angepasst werden.

Wann ist ein Premium Theme eher nicht die beste Wahl?
Die optischen Vorgaben durch ein Corporate Design sind strikt und mehr oder weniger unkonventionell. Im Gegensatz dazu sind keine ungewöhnlichen Funktionen notwendig, so dass alle benötigten Ergänzungen zum Standard-Umfang von WordPress durch Einzel-Plugins möglich sind. Dennoch sollten Templates etc. auf einer möglichst minimalistischen und dem Standard entsprechenden Code-Struktur basieren, um sie bei Bedarf später problemlos (und ggf. auch durch zunächst unbeteiligte Entwickler) anpassen zu können.

Was können SEO-Plugins und wofür sind sie gut?

Websites auf Basis eines Content Management Systems sind standardmäßig und logischerweise auf den Funktionsumfang des jeweiligen Systems beschränkt. Dabei bleibt es aber in den seltensten Fällen, denn die beliebtesten CMS (allen voran WordPress) können mit sogenannten Plugins um fast jede vorstellbare Funktionalität erweitert werden (siehe hierzu auch: Wann lohnt sich ein Content Management System?).

Ab einem gewissen Punkt sind das recht individuelle Anforderungen wie zum Beispiel ein Veranstaltungskalender oder eine Bewertungsfunktion, die sicherlich nicht für jede Website relevant sind. Anders sieht es bei grundlegenderen Erweiterungen aus, zu denen oft eins der diversen verfügbaren SEO-Plugins gehört. Diese Tools zur Suchmaschinenoptimierung gehören in der Regel zu den am weitesten verbreiteten Add-Ons. Bei WordPress beispielsweise werden „Yoast SEO“ und „All in One SEO Pack“ besonders häufig eingesetzt. Beide sind neben anderen Optionen kostenlos im Plugin-Directory verfügbar. Eine kostenpflichtige, aber dennoch ebenfalls oft empfohlene Alternative stellt „wpSEO“ dar.

Ein SEO-Plugin wie „Yoast SEO“ liefert hilfreiche Tipps zur Optimierung eigener Beiträge.
Ein SEO-Plugin wie „Yoast SEO“ liefert Laien durchaus hilfreiche Tipps zur Optimierung eigener Beiträge.

Welches Plugin das geeignete für das entsprechende Projekt ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, denn dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Grundsätzlich sind sich aber alle SEO-Plugins zwangsläufig relativ ähnlich. Wichtig ist vor allem: Sie nehmen dem Anwender die Optimierung seiner Website nicht ab, sondern geben dazu nötige Hilfestellungen und Tipps. Das betrifft zum Beispiel ganz grundlegende Aspekte wie die Länge des Textes oder eine passende Überschrift. Darüber hinaus werden aber auch tiefergehende Details beleuchtet, etwa die quantitative Verwendung des jeweiligen Keywords und die Länge und Struktur einzelner Sätze.

SEO-Plugins geben Tipps, keine Befehle

Allerdings sollte man nicht zwangsläufig versuchen, alle Hinweise des jeweiligen Plugins mit aller Macht umzusetzen. Manchmal funktioniert das aus unterschiedlichen Gründen nicht und unter Umständen passen nicht alle Tipps zur Ausrichtung der eigenen Website. Ein persönlicher Blog mit ganz eigenem Stil wird seine Besucher vermutlich ohnehin primär über andere Kanäle akquirieren als über Suchmaschinen – auf eine allzu penible Optimierung könnte man in dem Fall zugunsten der persönlichen Note auch mal verzichten.

Anders sieht es bei weniger subjektiven Portalen aus, die über ein bestimmtes Thema informieren möchten. Diese sind wesentlich stärker auf gut strukturierte Texte angewiesen, mit denen ein weitaus größeres Publikum über Suchmaschinen zu erwarten ist. Hier ist es also durchaus sinnvoll, die Tipps des SEO-Plugins zu beherzigen und sich gegebenenfalls zusätzliche Arbeit zu machen, um doch nochmal ein paar Sätze neu zu formulieren, zu kürzen oder um das anvisierte Keyword zu ergänzen. Letztlich gilt also unabhängig von der Wahl des eingesetzten Plugins zur Suchmaschinenoptimierung: Die „echte“ Arbeit nimmt einem keins davon ab.